Blockabfertigung: MdB Ludwig fordert Einschreiten der Verkehrsminister

Rosenheim – Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig will die kilometerlangen Staus und massiven Verkehrsbehinderungen in der Region durch die Blockabfertigung in Tirol nicht mehr hinnehmen. Sie forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer zu sofortigen Gesprächen mit der Tiroler Landesregierung auf. In ihren Schreiben bezeichnet Ludwig die Zustände als unhaltbar und katastrophal. Sie sehe sich deshalb gezwungen, einen mehr als eindringlichen Appell an die beiden Minister zu richten. „Seit Jahren drangsaliert die Landesregierung von Tirol die Bevölkerung im Landkreis Rosenheim mit den Blockabfertigungen“, schreibt die heimische Wahlkreisabgeordnete wörtlich. Die Tage, an denen die Blockabfertigungen stattfinden, hätten in den letzten Jahren deutlich zugenommen. „Im Jahr 2018 waren es 25 Tage, im Jahr 2019 bereits 32 Tage und in diesem Jahr 35 Tage. Mit Grauen schauen unsere Gemeinden und die betroffenen Bürgerinnen und Bürger auf die Bekanntgabe des neuen sogenannten Dosierkalenders. Allein dieses Wort taugt schon zur Wahl zum Unwort des Jahres, wenn wir für 2020 nicht schon eines hätten.“

Der 9. Dezember sei ein neuer Höhepunkt des Verkehrsboykotts der Tiroler Landesregierung gewesen. Die LKW hätten sich auf einer Länge von 80 Kilometern auf der Autobahn A 8 gestaut. „Sämtliche Durch- und Zufahrten in den anliegenden Gemeinden waren dicht“, so Daniela Ludwig weiter. „Die Situation ist mittlerweile niemandem mehr zumutbar.“ Direkte Gespräche mit Tirol seien deshalb dringend erforderlich. Sollte es keine vernünftige Lösung auf dieser Ebene geben, sollten Bund und Land über entsprechende Gegenmaßnahmen nachdenken.

Brennglas Corona: Medienkonsum sorgt für Probleme in Familien und bei Kindern

Drogenbeauftragte MdB Daniela Ludwig zu Besuch bei Neon in Rosenheim

Rosenheim – Der steigende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Corona ist auch in der Region Rosenheim spürbar. In vielen Familien kommt es zu Konflikten, die Gefahr einer Mediensucht steigt. Das erfuhr die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einem Besuch der Suchtberatungsstelle Neon in Rosenheim. „Inzwischen melden sich vermehrt Jugendliche ohne Wissen ihrer Eltern bei uns, die mit ihrem Leben und dem  Medienkonsum nicht mehr zurechtkommen“, berichtete Geschäftsführer Benjamin Grünbichler. „Das hatten wir in dieser Vielzahl und Form noch nie. Die Jugendlichen sitzen immer mehr am PC, können sich nicht mehr konzentrieren, und spüren, dass in ihrem Leben etwas nicht mehr stimmt. Aber sie können es nicht einordnen.“

Der steigende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen bereitet auch Daniela Ludwig Sorgen. „Nach einer Studie der Krankenkasse DAK Gesundheit stieg die durchschnittliche Verweildauer von Zehn- bis 17-Jährigen in den sozialen Medien während der Kontaktbeschränkungen werktags um 66 Prozent an. Die Nutzungsdauer von Onlinespielen an diesen Tagen stieg sogar um 75 Prozent. Das ist heftig und alarmierend.“

Was den Suchtberatern und der Drogenbeauftragten zusätzlich Sorgen macht: Eltern sind oft überfordert. Sie wissen nicht, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder einschränken können, oder ab wann eine wirkliche Mediensucht vorliegt. „In vielen Familien kommt es zu Konflikten und es knallt richtig“, so Geschäftsführer Ludwig Binder. „Corona ist praktisch das Brennglas darauf, was in unseren Familien derzeit abläuft.“

Gerade Kinder brauchen den persönlichen Kontakt, darin waren sich Ludwig und die Neon-Geschäftsführer einig. „Kinder leben von Berührungen, Umarmungen und direkten Gesprächen. Wenn Kontakte beschränkt sind, wirkt sich das sehr auf ihr Leben aus“, betonte Benjamin Grünbichler. „Sie nutzen verstärkt Social Media. Je mehr Herzchen bei Instagram oder Likes bei Facebook sie bekommen, umso mehr bleiben sie online. Die Folge ist eine zunehmende Isolation. Dazu kommt, dass Homepages im Internet scheinbar endlos sind. Man scrollt und scrollt, und auch das verstärkt die Nutzung.“

Eine Regulierung der Mediennutzung wäre deshalb auch nach Ansicht von Daniela Ludwig sinnvoll. „Hier müssen wir die Eltern aufklären. Denn Kinder können Medienkonsum in dieser komplexen virtuellen Welt nicht allein regulieren. Wir brauchen Plattformen, die Eltern Hilfestellungen geben und sie auf Möglichkeiten hinweisen, was man beispielsweise auf Smartphones sperren kann, oder wie man die Nutzung von Computern begrenzen kann.“ Die Drogenbeauftragte ist bereits mit Apple und Google im Gespräch.

Wichtig für die Eltern: Neon hat in Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis Rosenheim und der AOK einen Ratgeber zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. „Er zeigt den gestiegenen Medienkonsum auf, erläutert die wichtigsten Fakten von Apps und deren Nutzung, und gibt Eltern wertvolle Tipps, wie sie Mediensucht erkennen“, so Ludwig Binder. Die Welt der digitalen Spiele ist auch ein großes Thema. Wir raten den Eltern: Bleiben Sie im Gespräch mit ihren Kindern. Sollten Sie Hilfe brauchen, zögern Sie nicht, und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.“  Den Ratgeber gibt es gedruckt bei Neon oder zum Download auf der Homepage unter https://www.neon-rosenheim.de/medienratgeber/.

 

Foto: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, MdB Daniela Ludwig im Gespräch mit den Neon-Geschäftsführern Ludwig Binder (links) und Benjamin Grünbichler.

Berliner Eiche steht jetzt in Rohrdorfer Seniorenwohnheim

MdB Daniela Ludwig pflanzt Setzling im Garten des Seniorenwohnens St. Anna

Rohrdorf – Einen ungewöhnlichen Mitreisenden hatte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei ihrer Heimreise aus Berlin im Gepäck: Zum Abschluss der Nachhaltigkeitswoche im Deutschen Bundestag durften sich die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion jeweils einen Baumsetzling aussuchen, um ihn im eigenen Wahlkreis zu verschenken und an einem geeigneten Ort zu pflanzen.
Die CSU-Politikerin musste nicht lange nachdenken. Sie bot die junge Eiche dem „Seniorenwohnen Haus St. Anna“ in Rohrdorf an und griff dort dann gleich selbst zum Spaten.

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MdB Ludwig: Mega-Zuschuss vom Bund für Rosenheimer Eisstadion!

Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt 2,2 Millionen Euro Förderung

Berlin – Dieser Einsatz der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig hat sich wirklich gelohnt: Der Bund wird die Sanierung des Rosenheimer Eisstadions mit der satten Summe von 2,2 Millionen Euro fördern! Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab heute Grünes Licht für diesen Zuschuss aus dem Programm “Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur”.

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A8-Ausbau: MdB Ludwig und Bgm Biebl-Daiber fordern besseren Lärmschutz für Hötzing

Rosenheim – Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig fordert beim Ausbau der Autobahn A8 einen besseren Lärmschutz für den Bernauer Ortsteil Hötzing. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer äußert sich die heimische Wahlkreisabgeordnete sehr unzufrieden über das bisherige Vorgehen des Bundesverkehrsministeriums. Sie verweist auf die massive Belastung der Bürger in Hötzing beim Ausbau der Autobahn A8. Der Ortsteil liege zwischen Achenmühle und dem Bernauer Berg, nur 20 Meter von der Autobahn entfernt.

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Lange Wartelisten für Drogenberatung in Justizvollzugsanstalten

MdB Daniela Ludwig bei der Externen Suchtberatung der Diakonie Rosenheim

Rosenheim/Bernau – Illegale Drogen und Suchtprobleme sind auch in den Justizvollzugsanstalten der Region ein Dauerthema. Die Zahl der Klienten in der externen Suchtberatung für Häftlinge hat sich seit 2005 verdoppelt. Die Wartezeit auf ein Beratungsgespräch beträgt derzeit drei bis vier Monate. Das berichteten die Verantwortlichen der Diakonie Rosenheim bei einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Rund zwei Drittel der Inhaftierten hatten schon einmal oder haben aktuell mit illegalen Drogen Kontakt.“, sagte die zuständige Fachkraft Bianka Schorcht. „Im vergangenen Jahr führten wir über 2.600 Gespräche mit 662 Klienten.“ Für Daniela Ludwig spielt die externe Suchtberatung für die Insassen von Justizvollzugsanstalten eine wichtige Rolle in der Drogenpolitik. „Wir müssen mit allen Mitteln versuchen, diese Menschen auf ihrem Weg in ein straf- und suchtfreies Leben nach der Entlassung zu unterstützen. Es ist ein harter und steiniger Weg. Das geht nur mit einer fachkundigen Beratung und Hilfe während ihrer Haftzeit.“

Die externe Suchtberatung der Diakonie Rosenheim ist für Thematiken rund um illegale Drogen der Justizvollzugsanstalten Bernau, Bad Reichenhall und Traunstein zuständig, die Alkoholthematik wird vom Sozialdienst der JVA abgedeckt. Die Mitarbeitende der externen Suchtberatung haben ihren Arbeitsplatz auf dem Gelände der JVA Bernau und besuchen täglich die Gefangenen. Die Drogenproblematik hat sich auch in JVAen in den letzten Jahren stark verändert. „Die daraus resultierenden psychischen Symptome haben massiv zugenommen und bedürfen ausdifferenzierter Herangehensweisen und Beratungsformen.“, erläuterte der Gesamtleiter der Sozialen Dienste Oberbayern Klaus Voss. „Den klassischen Heroin-Süchtigen gibt es nicht mehr. Aufgrund von nicht klardefinierten Inhaltsstoffen wissen die Häftlinge oft nicht mehr, was sie tatsächlich konsumieren. Die Wirkungen und Folgen davon sind weniger abzusehen als früher – dies kann von Psychosen bis hin zu Depressionen und anderen Symptomatiken führen.“ Bei der Beschaffung von illegalen Substanzen seien die Insassen sehr kreativ und stellen die JVA oft vor große Herausforderungen, „Ein drogenfreier, abstinenter Vollzug innerhalb der JVA kann nicht generiert werden,“ so Schorcht.

Drei weibliche Fachkräfte sind in der externen Suchtberatung in Bernau vor Ort. Sie sind Ansprechpartnerinnen bei Problemen der Häftlinge, beraten und versuchen in Therapien zu vermitteln. „Die Klienten wollen oft ihre Haft verkürzen indem sie eine Therapie antreten. So einfach gestaltet es sich aber nicht, das ist ein schwieriger Weg. Zum einen, weil die gesetzlichen Auslegungsrahmen durch Gerichtsurteile erschwert wurden, zum anderen, weil auch die Kostenträger die Anträge oftmals ablehnen.“

Finanziert wird die Beratung vom Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. „Die jährlichen Zuschüsse für die Aufrechterhaltung des Angebots reichen nicht aus, um die Personalkosten zu decken, so dass wir jährlich prüfen, ob wir das Angebot weiterhin aufrechterhalten können,“ so Klaus Voss. „Mein dringlicher Wunsch wäre, dass die Förderung zumindest die entstandenen Personal- und Sachkosten für unsere Beratertätigkeit deckt.“ Daniela Ludwig hält das für ein sehr berechtigtes Anliegen. „Drei Fachkräfte für über 1000 Häftlinge – das ist keine üppige Personalausstattung. Die Arbeit ist extrem wichtig und sollte deshalb auch finanziell entsprechend gewürdigt werden.“


Bildhinweis: von links: Fachkraft Bianka Schorcht, Bereichsleiter Maximilian Jaroljmek, Geschäftsbereichsleiterin Kaie Tamm, MdB Daniela Ludwig, Gesamtleiter Soziale Dienste Oberbayern Klaus Voss.Bildhinweis: Raab

Daniela Ludwig / Klaus Stöttner: Rekordsumme für die Region Rosenheim

2.010 Millionen EURO aus Städtebauförderung sollen Gemeinden revitalisieren

Mit dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung 2020“ fließen insgesamt 68 Millionen Euro in 242 Kommunen. Davon profitiert der Bundestagswahlkreis Rosenheim mit 2.010.000 Euro für insgesamt elf Städte und Gemeinden.

„Wenn Bund und Land Hand in Hand zusammenarbeiten und die Kräfte bündeln, profitiert die Region vor Ort umso mehr. Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Heimat, denn heute stellen wir mit der Städtebauförderung die Weichen für eine stabile Zukunftsgrundlage. Mit einer Rekordsumme von 2.010.000 Euro für meinen Wahlkreis werden wir einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte und Gemeinden leisten und damit unsere Kommunen noch lebens- und liebenswerter machen“, zeigte sich die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig am Donnerstag hoch erfreut.

Auch der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner unterstrich die Bedeutung des Programms für die Entwicklung vor Ort:  „Dieses Förderprogramm ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Innenentwicklung unserer Städte und Gemeinden. In den vergangenen Jahren hat sich bereits gezeigt, wie wichtig und sinnvoll die Revitalisierung innerörtlicher Brachflächen zu lebenswerten Quartieren ist. So können wir Flächen sparen und Leben in unsere Ortskerne bringen“


Auflistung der Gemeinden und Städte aus dem Bundestagswahlkreis 222 mit Fördersummen:

Aschau im Chiemgau, Internationale Kooperation „Region Priental“, 30.000 Euro

Bad Feilnbach, Ortskern, 30.000 Euro

Bernau am Chiemsee, Interkommunale Kooperation „Region Priental“, 180.000 Euro

Brannenburg, Ortskern Degerndorf, 60.000 Euro

Bruckmühl, Ortskern, 120.000 Euro

Frasdorf, Interkommunale Kooperation „Region Priental“, 60.000 Euro

Kiefersfelden, Gewerbebrachen Ortskern, 120.000 Euro

Kolbermoor, Innenstadt, 600.000 Euro

Prien am Chiemsee, Ortskern mit Hafen, 30.000 Euro

Raubling, Ortsmitte Raubling, 60.000 Euro

Rosenheim, Altstadt Ost, Bahnhofsareal, 720.000 Euro


“Leben findet Innenstadt“ Förderung: 60.000 Euro für Neubeuern und Wasserburg

Gute Nachrichten für die Gemeinden Neubeuern und Wasserburg.

Jeweils 30.000 Euro fließen aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm in die beiden Programmgemeinden. Damit sollen die Ortskerne wieder aktiviert und weiter gestärkt werden, um sie zu attraktiven und identitätsstiftenden Standortskernen zu entwickeln.

„Gerade kleinere Gemeinden leiden oftmals massiv unter Gebäudeleerstand oder sich verändernden Nutzungsintensitäten. Gerade in den Ortskernen ist das ein Zustand, der nicht nur optisch als störend empfunden wird, sondern er schmälert auch die Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität. Das Leben vor Ort findet insbesondere innen, im Kern der Gemeinde, statt und dem trägt das Städtebauförderprogramm mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 79,1 Millionen Euro für 223 Städte und Gemeinden in Bayern Rechnung, um die Stadt- und Ortsmittelpunkte wieder zu revitalisieren“, sagte Daniela Ludwig am Donnerstag.

Mit Wasserburg und Neubeuern haben gleich zwei Gemeinden die Aufnahme in das Förderprogramm geschafft und erhalten nun mit jeweils 30.000 Euro Unterstützung, um die Stadtkerne lebendig zu gestalten.

„Das freut mich sehr und wird beiden Gemeinden einen wichtigen Schub für ihre städtebaulichen Anziehungskräfte geben. Damit stärken wir die Innenstädte und Ortsmitten, verbessern die Standortbedingungen für Handel und Gewerbe in den Zentren und unterstützen überdies auch die Eigeninitiative der lokalen Akteure. Eine gute und beispielgebende Sache mit Strahlkraft für die gesamte Region“, zeigte sich Daniela Ludwig überzeugt.

„Wir brauchen eine höhere Sensibilität und mehr Aufklärung bei Cannabis“

MdB Daniela Ludwig im kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn

Wasserburg – Cannabis ist alles andere als ein harmloses Kraut. Gerade bei Jugendlichen kann es zu Psychosen und anderen irreparablen Schäden führen. „Die Legalisierungsdebatte bei Cannabis insofern fragwürdig“, sagte deshalb der Ärztliche Direktor des kbo-Inn-Salzach-Klinikums, Prof. Dr. Peter Zwanzger bei einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Wir brauchen in Deutschland eine viel höhere Sensibilität und mehr Aufklärung zu diesem Thema. Cannabis muss zum No-Go werden. Besonders bei Jugendlichen gibt es häufig kein Risikobewusstsein. Viele glauben nicht, wie gefährlich der Konsum ist.“

Daniela Ludwig sieht den zunehmend leichten Umgang mit Cannabis ebenfalls als großes Problem. „Deshalb haben wir eine Aufklärungskampagne zu diesem Thema gestartet. Vor allem über Social Media wollen wir Jugendliche erreichen und sie über die gesundheitlichen Risiken aufklären, die gerade in jungen Jahren erheblich sind.“ Zweites großes Thema in der Drogenpolitik sei die rasante Zunahme der neuen psycho-aktiven Stoffe, kurz NPS. „Die Konsumenten beziehen diese synthetischen Drogen vor allem über das Internet. Sie wissen nicht, welche Inhaltsstoffe drin sind, der Markt ist nicht überschaubar, das Risiko schwerwiegender Schäden sehr hoch.“ Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich die Drogenbeauftragte über das Drug-Checking in Tirol informiert. „Erfahrungen dort zeigen, dass man dort aufgrund von Drug-Checking weiß, was auf dem Markt gerade gefragt ist. Und man kann Suchtkranke besser über die Gefährlichkeit der Stoffe aufklären.“
Das kbo-Inn-Salzach-Klinikum verfügt als einzige Klinik im Bereich des Bezirks Oberbayern über einen großen Fachbereich Suchtmedizin. Rund ein Drittel aller Patienten des Psychiatrischen Klinikums sind Suchtkranke. „70 Prozent der Suchtkranken kommen freiwillig“, berichtete die Chefärztin der Suchtmedizin Ruth Höfter. „Das ist eine gute Voraussetzung für einen Therapieerfolg.“ Rund drei Viertel der Patienten sind Männer, ein Viertel Frauen. „Hauptdiagnosen sind Alkohol, Opioide, Cannabis und Sedativa“, so Höfter. Auffallend: Alkoholsüchtige sind mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren deutlich älter als Cannabis-Abhängige. Sie sind im Durchschnitt 27 Jahre alt.
Das Klinikum bietet qualifizierten Entzug mit anschließender psychiatrischer und therapeutischer Behandlung an. „Wir verstehen uns als erste Anlaufstelle für Suchtkranke, die eine stationäre Behandlung benötigen“, so Höfter. Der körperliche Entzug dauert zwischen 3 und 8 Tagen, danach beginnt die intensive psychiatrische Behandlung. Die Patienten haben einen straffen Stundenplan von frühmorgens bis in die Abendstunden. Mit integriert ist auch der Kontakt mit Selbsthilfegruppen und Drogenberatungsstellen. „Hier sind wir in der Region sehr gut aufgestellt. Wir sind bestens mit den Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen vernetzt“, betonte Höfter.
Die Statistiken des Klinikums bezeichnete Daniela Ludwig als beeindruckend. Rund 46 Prozent der Suchtkranken verlassen das Klinikum regulär und brechen die Behandlung nicht ab. „Diese Zahlen sprechen für sich und sind ein Beleg für die ausgezeichnete Arbeit und das medizinisch-therapeutische Konzept der Klinik“, so Ludwig. „Es ist sehr wichtig, dass wir in der Region eine so herausragende Anlaufstelle für Suchtkranke haben.“ Denn dass Sucht eine Krankheit ist, sei bei den meisten in der Gesellschaft noch nicht angekommen. „Viele verstehen nicht, dass Süchtige krank sind. Hier helfen Vorträge oder Belehrungen nicht weiter. Wir müssen Suchtkranke adäquat behandeln und ihnen die Chance auf eine Rückkehr in ein suchtfreies Leben geben. Im kbo-Inn-Salzach-Klinikum finden sie dafür die besten Voraussetzungen.“

Breitbandausbau im Wahlkreis geht weiter

Millionenförderung für Riedering

Rosenheim – Gute Nachrichten kommen für Riedering aus Berlin. Die oberbayerische Gemeinde wird 1,325 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für den Breitbandausbau erhalten, um Versorgungslücken zu schließen.  „Nicht nur, aber insbesondere, in Zeiten von Covid_19 hat sich allerorts gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für den Fortbestand u.a. in Bildung, Wirtschaft, Medizin und im Sozialbereich ist. Damit einhergehend hat auch der Kampf gegen die Lücken auf der Breitbandlandkarte weiterhin höchste Priorität. Ich freue mich sehr darüber, dass Minister Scheuer mit dieser hohen Förderung insbesondere auch ein Zeichen für den ländlichen Raum setzt“, zeigte sich Daniela Ludwig erfreut.

 

Jetzt gelte es, vor Ort die entsprechende Umsetzung schnellstmöglich voranzutreiben, damit das langsame Netz in Riedering schnellstmöglich der Vergangenheit angehöre. Eine gute und stabile Breitbandanbindung in momentan noch lückenhaften Gebieten sei zudem ein wichtiger Standortfaktor.

„Wer derzeit keinen oder nur einen langsamen Anschluss hat, droht langfristig den Anschluss ganz zu verlieren. Deshalb ist die zugesagte Förderung in Höhe von 1,325 Millionen Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde Riedering ein starkes Signal in besonders schwierigen Zeiten. Ohne flächendeckendes schnelles Internet sind Unternehmen weniger konkurrenzfähig. Genau deshalb sind die Fördermittel aus dem Breitbandtopf des Bundesministeriums ein wichtiger Impulsgeber für die Region vor Ort“, so Ludwig weiter.

Die Abgeordnete durfte dem Riederinger Bürgermeister die frohe Botschaft bereits vorab überbringen und sieht darin einen klaren Vorteil für die Umsetzung des Bauvorhabens: „Jetzt gilt es. Je schneller vor Ort die Ausbau-Voraussetzungen geschaffen werden, desto schneller können auch die Bagger rollen und die Leitungen an Haushalte und Unternehmen angeschlossen werden. Das ist ein guter Tag für die Region“, sagte die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig abschließend.