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Das ist mir wichtig - Brenner-Nordzulauf

Brenner-Nordzulauf

Brenner-Nordzulauf Daniela Ludwig

Der Brenner-Nordzulauf ist Teil eines großen Schienenverkehrsprojektes, das Europa von Skandinavien bis zum Mittelmeer verbinden soll. Während Züge bisher die Alpen am Brenner überqueren mussten, sollen sie die Alpen in Zukunft durch den Brenner-Basistunnel unterqueren. Dies beschleunigt den Verkehr, schafft mehr Kapazitäten und trägt dazu bei, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Derzeit laufen die Bauarbeiten am Brennerbasistunnel, der voraussichtlich 2026 fertig gestellt werden soll. Der Bau des Tunnels bedingt auch leistungsfähige Zulaufstrecken, die den Verkehr südlich und nördlich des Tunnels aufnehmen können. Der nördliche Zulauf verläuft im Tiroler und im bayerischen Inntal.

Erste Planungen für den Brennerbasistunnel wurden bereits Mitte der 1990er Jahre konkret. Eine Erweiterung der bisherigen Bahnstrecke München – Rosenheim – Kiefersfelden um ein 3. und 4. Gleis als Zulauftrasse zum Brennerbasistunnel hat die rot-grüne Bundesregierung in ihrem am 2. Juli 2003 beschlossenen „Bundesverkehrswegeplan 2003“ festgelegt. Dieser Ausbau wurde dann in die deutsch-österreichische Vereinbarung vom 15. Juni 2012 übernommen. Er findet sich schließlich im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 wieder, dessen dazugehörige Ausbaugesetze am 2. Dezember 2016 mit den Stimmen der Großen Koalition im Deutschen Bundestag beschlossen wurden.

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wird die Ausbaumaßnahme wie folgt beschrieben: „Blockverdichtung München-Trudering – Grafing; 2-gleisige NBS Grafing – Großkarolinenfeld, Vmax 230 km/h; 2-gleisige NBS Großkarolinenfeld – Brannenburg, Vmax 230 km/h (Westumfahrung Rosenheim); 2 zusätzliche Gleise Brannenburg – Kiefersfelden – Grenze D/A“ (vgl. Bundesverkehrswegeplan 2030, S 166). In diesem Zusammenhang muss festgehalten werden, dass der Bundesverkehrswegeplan und das dazugehörige Bundesschienenwegeausbaugesetz keine Vorfestlegung auf eine finale Planung sind. Stattdessen ist klar formuliert: „Maßnahmeninhalte wurden für die neuen Vorhaben i.d.R. auf einer sehr frühen Planungsstufe entwickelt. Sie können sich im Laufe der Planung ändern.“ (vgl. Bundesverkehrswegeplan 2030, S.173).

Insofern gilt, dass das Planungsdialogverfahren ergebnisoffen geführt wird. Eine seriöse Aussage darüber, ob überhaupt, wo und wann welche neue Trasse Realität wird, ist daher final erst möglich, wenn eine verbindliche Nutzen-Kosten-Analyse vorliegt. Das Planungsdialogverfahren hat am 25. März 2015 begonnen.


Meldungen und Informationen rund um das Thema Brenner-Nordzulauf

Bestandsstrecke überprüft - 5 Grobtrassen vorgestellt

Bestandsstrecke überprüft - 5 Grobtrassen vorgestellt

Rosenheim, 1. Juli 2019 - Die Deutsche Bahn hat  eine reduzierte Auswahl von Grobtrassen zum Brennernordzulauf vorgestellt. Dazu erklärt die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Daniela Ludwig:

„Für unsere Region ist und bleibt das Projekt Brennernordzulauf eine gewaltige Herausforderung. Es ist unerlässlich, es intensiv zu begleiten und die Sorgen und konkreten Betroffenheiten der Bürger immer im Auge zu haben. Es ist gut, dass die Vorstellung von fünf ausgewählten Grobtrassen und der Überprüfung der Bestandsstrecke früher erfolgt ist als geplant. Die Überprüfung eines möglichen Ausbaus der Bestandsstrecke hat ergeben, dass das wichtige Ziel – eine nachhaltige Verlagerung von Verkehrsströmen auf die Schiene und die Verbesserung des Angebots für den Personenverkehr – so nicht erreicht werden kann. Dennoch bleibt die Forderung, dass insbesondere der Lärmschutz auf der Bestandsstrecke noch deutlicher verbessert werden muss als bisher geplant. Die Bestandsstrecke wird in den nächsten Jahren bis zur Fertigstellung einer Neubaustrecke den gesamten Verkehr abwickeln müssen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat deshalb eine größtmögliche Flexibilität für einen effektiven Lärmschutz zugesagt.

 

Für eine künftige Trassierung der Neubaustrecke gilt, die Menschen vor Lärm zu schützen, die Eingriffe in die Umwelt so gering wie möglich zu halten und den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene zukunftsfähig zu machen. Für mich ist klar: Trassenvorschläge ohne Tunnellösungen egal, ob östlich oder westlich vom Inn, sind nicht geeignet für eine mögliche Neubaustrecke, um Züge möglichst nicht zu sehen und nicht zu hören. Sie lösen das Problem nicht und sind den Menschen in der Region nicht zuzumuten. Ich lehne sie strikt ab. Eine weitestgehende Untertunnelung muss deshalb unser Ziel sein.“

Zur Überprüfung der Bestandsstrecke:

"Der Ausbau der Bestandsstrecke als Alternative zur Neubaustrecke ist nicht weiter zu verfolgen, da er nicht zukunftsorientiert ist." (Deutsche Bahn)

Begründung:

  • geringere Geschwindigkeit ermöglicht keine attraktiven Angebote im Fernverkehr, Ziele des Bundesverkehrswegeplans werden nicht erfüllt
  • Ausbau des Personennahverkehrs mit hoher Qualität nicht möglich
  • Steht einer nachhaltigen Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene entgegen
  • Eingriffe in Siedlingen und zahlreiche Wohnbebauungen
  • Umfangreiche Umbaumaßnahmen im Knoten Rosenheim führen über Jahre zu betrieblichen Einschränkungen
  • deutlich höhere Belastung der Gemeinden entlang der Bestandsstrecke.
Die fünf Trassen:

Variante Türkis

  • Grobtrasse führt durch die Gemeindegebiete von Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Bad Aibling, Kolbermoor, Raubling, Brannenburg, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Langkampfen
  • Mögliche Verknüpfungsstellen südlich von Rosenheim "Reischenhart" und "Breitmoos"
  • Mögliche Verknüpfungsstellen nördlich von Rosenheim "Ostermünchen"
  • Oberirdische und unterirdische Trassenanteile

Variante "Gelb"

  • Grobtrasse führt durch die Gemeindegebiete von Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Bad Aibling, Kolbermoor, Raubling, Brannenburg, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Langkampfen
  • Mögliche Verknüpfungsstelle südlich von Rosenheim "Reischenhart"
  • Mögliche Verknüpfungsstelle nördlich von Rosenheim "Riederbach"
  • Oberirdische und unterirdische Trassenanteile

Variante "Oliv"

  • Grobtrasse führt durch die Gemeindegebiete von Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Bad Aibling, Kolbermoor, Raubling, Brannenburg, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Langkampfen
  • Mögliche Verknüpfungsstellen südlich von Rosenheim "Niederaudorf-BAB", "Breitmoos" und "Reischenhart"
  • Mögliche Verknüpfungsstelle nördlich von Rosenheim "Riederbach"
  • Oberirdische und unterirdische Trassenanteile

Variante "Blau"

  • Grobtrasse führt durch die Gemeindegebiete von Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Schechen, Rosenheim, Prutting, Stephanskirchen, Riedering, Rohrdorf, Neubeuern, Nußdorf, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Langkampfen
  • Mögliche Verknüpfungsstelle südlich von Rosenheim "Niederaudorf BAB"
  • Mögliche Verknüpfungsstellen nördlich von Rosenheim "Großkarolinenfeld" und "Aubenhausen"
  • Oberirdische und unterirdische Trassenanteile

Variante "Violett"

  • Grobtrasse führt durch die Gemeindegebiete von Tuntenhausen, Großkarolinenfeld, Schechen, Rosenheim, Prutting, Stephanskirchen, Riedering, Rohrdorf, Samerberg, Nußdorf, Flintsbach, Oberaudorf, Kiefersfelden, Kufstein, Langkampfen
  • Mögliche Verknüpfungsstelle südlich von Rosenheim "Niederaudorf BAB"
  • Mögliche Verknüpfungsstellen nördlich von Rosenheim "Großkarolinenfeld" und "Aubenhausen"
  • Oberirdische und unterirdische Trassenanteile


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