Gemeinsame Initiative für wirksame Durchfahrtsverbote entlang der A8

Abgeordnete und kommunale Spitzen fordern bessere Information, mehr Kontrolle und Einbindung von Navigationsdiensten

Landrat Otto Lederer, Oberbürgermeister Andreas März, die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sowie die Landtagsabgeordneten Daniel Artmann und Sebastian Friesinger haben sich in einem gemeinsamen Treffen mit der Situation rund um die Durchfahrtsverbote bei Stau entlang der A8 befasst. Ziel ist eine effektivere und zugleich pragmatische Durchsetzung der bestehenden Regelungen in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Im Ergebnis verständigten sich die Beteiligten auf drei konkrete Forderungen. Dazu wurden bereits der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann sowie das Bayerische Verkehrsministerium eingebunden bzw. kontaktiert.

Drei zentrale Forderungen:

  1. Verpflichtende Einbindung der Mobilithek-Daten in Navigationssysteme

Im Zuge der Novellierung des Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetzes (IVSG) soll sichergestellt werden, dass Navigationsanbieter die Daten aus der Mobilithek der Länder verbindlich in ihr Routing einbeziehen. Nur so könne verhindert werden, dass Fahrzeuge trotz bestehender Durchfahrtsverbote gezielt durch Ortschaften geleitet werden. Auch Radiosender sollen bei Staumeldungen in den entsprechenden Gebieten Hinweise auf die Durchfahrtsverbote geben.

  1. Mehrsprachige Hinweise auf digitalen Anzeigetafeln

Künftig sollen auf den digitalen Anzeigen der Autobahn mehrsprachige Hinweise auf die Durchfahrtsverbote bei Stau in Stadt und Landkreis Rosenheim aufmerksam machen. „Viele Verkehrsteilnehmer kommen aus dem Ausland. Eine klare und verständliche Beschilderung bereits auf der Autobahn ist entscheidend für die Akzeptanz und Einhaltung der Regeln“, betonen die Rosenheimer Mandatsträger.

  1. Einsatz von Verwaltungshelfern nach österreichischem Vorbild

Zur besseren Kontrolle der Durchfahrtsverbote soll – analog zu Österreich – der Einsatz von Verwaltungshelfern geprüft werden. „Die Polizei allein kann die umfangreichen Kontrollen personell nicht leisten. Wir brauchen hier eine praktikable und rechtssichere Unterstützung“, so die Forderung der fünf Politiker.

 Informationsoffensive bereits gestartet

Über das Verkehrsmanagement des Freistaates wurden bereits Hinweismeldungen zu den Durchfahrtsverboten aufgenommen. Diese stehen allen Navigationsanbietern sowie Presse und Rundfunk kostenfrei über die Mobilithek zur Verfügung und werden zusätzlich auf der Verkehrsplattform „BayernInfo“ angezeigt„Der Ausweichverkehr auf den Autobahnen hat in unseren Gemeinden ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Unser gemeinsames Ziel ist es deshalb, die Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim schnellstmöglich und spürbar zu entlasten. Dazu brauchen wir klare Informationen, wirksame Kontrollen und eine intelligente digitale Verkehrslenkung“, so das gemeinsame Fazit der Beteiligten.


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