„Gute Entscheidungen für Stabilität in bewegten Zeiten“

MdB Ludwig zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses

Berlin – Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat die Beschlüsse des Koalitionsausschusses positiv bewertet. „Die Große Koalition hat gute Entscheidungen für Stabilität in bewegten Zeiten getroffen“, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. „Das Zusammenspiel aus bewährten Maßnahmen und neuen Impulsen wird dazu beitragen, weiterhin gut durch die Pandemie zu kommen.“

Besonders wichtig sei die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31. Dezember 2021. Dieses Instrument habe sich bewährt und werde von der Wirtschaft gut angenommen. Die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen wurden ebenfalls ausgedehnt. „Das kommt auch unserer Region zugute“, so Ludwig. „Der Mittelstand und die Klein-Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und oftmals Familienbetriebe. Sie gilt es besonders zu fördern.“ Bemerkenswert ist nach Ansicht der Abgeordneten auch das neue Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro für Corona-gerechte Umrüstungen von Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten. Durch diese Umrüstung sollen Klimaanlagen das Virus effektiver herausfiltern. „Das schützt die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Als ausgewogen bezeichnet Daniela Ludwig die Einigung zum Wahlrecht. „Mit den Wahlrechtsreformen 2021 und 2025 haben wir einen gelungenen Kompromiss auf den Tisch gelegt, um den Bundestag zu verkleinern. Oberste Priorität muss bei aller Reduzierung jedoch immer die Bürgernähe haben.“

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Lange Wartelisten für Drogenberatung in Justizvollzugsanstalten

MdB Daniela Ludwig bei der Externen Suchtberatung der Diakonie Rosenheim

Rosenheim/Bernau – Illegale Drogen und Suchtprobleme sind auch in den Justizvollzugsanstalten der Region ein Dauerthema. Die Zahl der Klienten in der externen Suchtberatung für Häftlinge hat sich seit 2005 verdoppelt. Die Wartezeit auf ein Beratungsgespräch beträgt derzeit drei bis vier Monate. Das berichteten die Verantwortlichen der Diakonie Rosenheim bei einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Rund zwei Drittel der Inhaftierten hatten schon einmal oder haben aktuell mit illegalen Drogen Kontakt.“, sagte die zuständige Fachkraft Bianka Schorcht. „Im vergangenen Jahr führten wir über 2.600 Gespräche mit 662 Klienten.“ Für Daniela Ludwig spielt die externe Suchtberatung für die Insassen von Justizvollzugsanstalten eine wichtige Rolle in der Drogenpolitik. „Wir müssen mit allen Mitteln versuchen, diese Menschen auf ihrem Weg in ein straf- und suchtfreies Leben nach der Entlassung zu unterstützen. Es ist ein harter und steiniger Weg. Das geht nur mit einer fachkundigen Beratung und Hilfe während ihrer Haftzeit.“

Die externe Suchtberatung der Diakonie Rosenheim ist für Thematiken rund um illegale Drogen der Justizvollzugsanstalten Bernau, Bad Reichenhall und Traunstein zuständig, die Alkoholthematik wird vom Sozialdienst der JVA abgedeckt. Die Mitarbeitende der externen Suchtberatung haben ihren Arbeitsplatz auf dem Gelände der JVA Bernau und besuchen täglich die Gefangenen. Die Drogenproblematik hat sich auch in JVAen in den letzten Jahren stark verändert. „Die daraus resultierenden psychischen Symptome haben massiv zugenommen und bedürfen ausdifferenzierter Herangehensweisen und Beratungsformen.“, erläuterte der Gesamtleiter der Sozialen Dienste Oberbayern Klaus Voss. „Den klassischen Heroin-Süchtigen gibt es nicht mehr. Aufgrund von nicht klardefinierten Inhaltsstoffen wissen die Häftlinge oft nicht mehr, was sie tatsächlich konsumieren. Die Wirkungen und Folgen davon sind weniger abzusehen als früher – dies kann von Psychosen bis hin zu Depressionen und anderen Symptomatiken führen.“ Bei der Beschaffung von illegalen Substanzen seien die Insassen sehr kreativ und stellen die JVA oft vor große Herausforderungen, „Ein drogenfreier, abstinenter Vollzug innerhalb der JVA kann nicht generiert werden,“ so Schorcht.

Drei weibliche Fachkräfte sind in der externen Suchtberatung in Bernau vor Ort. Sie sind Ansprechpartnerinnen bei Problemen der Häftlinge, beraten und versuchen in Therapien zu vermitteln. „Die Klienten wollen oft ihre Haft verkürzen indem sie eine Therapie antreten. So einfach gestaltet es sich aber nicht, das ist ein schwieriger Weg. Zum einen, weil die gesetzlichen Auslegungsrahmen durch Gerichtsurteile erschwert wurden, zum anderen, weil auch die Kostenträger die Anträge oftmals ablehnen.“

Finanziert wird die Beratung vom Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. „Die jährlichen Zuschüsse für die Aufrechterhaltung des Angebots reichen nicht aus, um die Personalkosten zu decken, so dass wir jährlich prüfen, ob wir das Angebot weiterhin aufrechterhalten können,“ so Klaus Voss. „Mein dringlicher Wunsch wäre, dass die Förderung zumindest die entstandenen Personal- und Sachkosten für unsere Beratertätigkeit deckt.“ Daniela Ludwig hält das für ein sehr berechtigtes Anliegen. „Drei Fachkräfte für über 1000 Häftlinge – das ist keine üppige Personalausstattung. Die Arbeit ist extrem wichtig und sollte deshalb auch finanziell entsprechend gewürdigt werden.“


Bildhinweis: von links: Fachkraft Bianka Schorcht, Bereichsleiter Maximilian Jaroljmek, Geschäftsbereichsleiterin Kaie Tamm, MdB Daniela Ludwig, Gesamtleiter Soziale Dienste Oberbayern Klaus Voss.Bildhinweis: Raab

Daniela Ludwig / Klaus Stöttner: Rekordsumme für die Region Rosenheim

2.010 Millionen EURO aus Städtebauförderung sollen Gemeinden revitalisieren

Mit dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung 2020“ fließen insgesamt 68 Millionen Euro in 242 Kommunen. Davon profitiert der Bundestagswahlkreis Rosenheim mit 2.010.000 Euro für insgesamt elf Städte und Gemeinden.

„Wenn Bund und Land Hand in Hand zusammenarbeiten und die Kräfte bündeln, profitiert die Region vor Ort umso mehr. Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Heimat, denn heute stellen wir mit der Städtebauförderung die Weichen für eine stabile Zukunftsgrundlage. Mit einer Rekordsumme von 2.010.000 Euro für meinen Wahlkreis werden wir einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte und Gemeinden leisten und damit unsere Kommunen noch lebens- und liebenswerter machen“, zeigte sich die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig am Donnerstag hoch erfreut.

Auch der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner unterstrich die Bedeutung des Programms für die Entwicklung vor Ort:  „Dieses Förderprogramm ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Innenentwicklung unserer Städte und Gemeinden. In den vergangenen Jahren hat sich bereits gezeigt, wie wichtig und sinnvoll die Revitalisierung innerörtlicher Brachflächen zu lebenswerten Quartieren ist. So können wir Flächen sparen und Leben in unsere Ortskerne bringen“


Auflistung der Gemeinden und Städte aus dem Bundestagswahlkreis 222 mit Fördersummen:

Aschau im Chiemgau, Internationale Kooperation „Region Priental“, 30.000 Euro

Bad Feilnbach, Ortskern, 30.000 Euro

Bernau am Chiemsee, Interkommunale Kooperation „Region Priental“, 180.000 Euro

Brannenburg, Ortskern Degerndorf, 60.000 Euro

Bruckmühl, Ortskern, 120.000 Euro

Frasdorf, Interkommunale Kooperation „Region Priental“, 60.000 Euro

Kiefersfelden, Gewerbebrachen Ortskern, 120.000 Euro

Kolbermoor, Innenstadt, 600.000 Euro

Prien am Chiemsee, Ortskern mit Hafen, 30.000 Euro

Raubling, Ortsmitte Raubling, 60.000 Euro

Rosenheim, Altstadt Ost, Bahnhofsareal, 720.000 Euro


“Leben findet Innenstadt“ Förderung: 60.000 Euro für Neubeuern und Wasserburg

Gute Nachrichten für die Gemeinden Neubeuern und Wasserburg.

Jeweils 30.000 Euro fließen aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm in die beiden Programmgemeinden. Damit sollen die Ortskerne wieder aktiviert und weiter gestärkt werden, um sie zu attraktiven und identitätsstiftenden Standortskernen zu entwickeln.

„Gerade kleinere Gemeinden leiden oftmals massiv unter Gebäudeleerstand oder sich verändernden Nutzungsintensitäten. Gerade in den Ortskernen ist das ein Zustand, der nicht nur optisch als störend empfunden wird, sondern er schmälert auch die Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität. Das Leben vor Ort findet insbesondere innen, im Kern der Gemeinde, statt und dem trägt das Städtebauförderprogramm mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 79,1 Millionen Euro für 223 Städte und Gemeinden in Bayern Rechnung, um die Stadt- und Ortsmittelpunkte wieder zu revitalisieren“, sagte Daniela Ludwig am Donnerstag.

Mit Wasserburg und Neubeuern haben gleich zwei Gemeinden die Aufnahme in das Förderprogramm geschafft und erhalten nun mit jeweils 30.000 Euro Unterstützung, um die Stadtkerne lebendig zu gestalten.

„Das freut mich sehr und wird beiden Gemeinden einen wichtigen Schub für ihre städtebaulichen Anziehungskräfte geben. Damit stärken wir die Innenstädte und Ortsmitten, verbessern die Standortbedingungen für Handel und Gewerbe in den Zentren und unterstützen überdies auch die Eigeninitiative der lokalen Akteure. Eine gute und beispielgebende Sache mit Strahlkraft für die gesamte Region“, zeigte sich Daniela Ludwig überzeugt.

„Wir brauchen eine höhere Sensibilität und mehr Aufklärung bei Cannabis“

MdB Daniela Ludwig im kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn

Wasserburg – Cannabis ist alles andere als ein harmloses Kraut. Gerade bei Jugendlichen kann es zu Psychosen und anderen irreparablen Schäden führen. „Die Legalisierungsdebatte bei Cannabis insofern fragwürdig“, sagte deshalb der Ärztliche Direktor des kbo-Inn-Salzach-Klinikums, Prof. Dr. Peter Zwanzger bei einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Wir brauchen in Deutschland eine viel höhere Sensibilität und mehr Aufklärung zu diesem Thema. Cannabis muss zum No-Go werden. Besonders bei Jugendlichen gibt es häufig kein Risikobewusstsein. Viele glauben nicht, wie gefährlich der Konsum ist.“

Daniela Ludwig sieht den zunehmend leichten Umgang mit Cannabis ebenfalls als großes Problem. „Deshalb haben wir eine Aufklärungskampagne zu diesem Thema gestartet. Vor allem über Social Media wollen wir Jugendliche erreichen und sie über die gesundheitlichen Risiken aufklären, die gerade in jungen Jahren erheblich sind.“ Zweites großes Thema in der Drogenpolitik sei die rasante Zunahme der neuen psycho-aktiven Stoffe, kurz NPS. „Die Konsumenten beziehen diese synthetischen Drogen vor allem über das Internet. Sie wissen nicht, welche Inhaltsstoffe drin sind, der Markt ist nicht überschaubar, das Risiko schwerwiegender Schäden sehr hoch.“ Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich die Drogenbeauftragte über das Drug-Checking in Tirol informiert. „Erfahrungen dort zeigen, dass man dort aufgrund von Drug-Checking weiß, was auf dem Markt gerade gefragt ist. Und man kann Suchtkranke besser über die Gefährlichkeit der Stoffe aufklären.“
Das kbo-Inn-Salzach-Klinikum verfügt als einzige Klinik im Bereich des Bezirks Oberbayern über einen großen Fachbereich Suchtmedizin. Rund ein Drittel aller Patienten des Psychiatrischen Klinikums sind Suchtkranke. „70 Prozent der Suchtkranken kommen freiwillig“, berichtete die Chefärztin der Suchtmedizin Ruth Höfter. „Das ist eine gute Voraussetzung für einen Therapieerfolg.“ Rund drei Viertel der Patienten sind Männer, ein Viertel Frauen. „Hauptdiagnosen sind Alkohol, Opioide, Cannabis und Sedativa“, so Höfter. Auffallend: Alkoholsüchtige sind mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren deutlich älter als Cannabis-Abhängige. Sie sind im Durchschnitt 27 Jahre alt.
Das Klinikum bietet qualifizierten Entzug mit anschließender psychiatrischer und therapeutischer Behandlung an. „Wir verstehen uns als erste Anlaufstelle für Suchtkranke, die eine stationäre Behandlung benötigen“, so Höfter. Der körperliche Entzug dauert zwischen 3 und 8 Tagen, danach beginnt die intensive psychiatrische Behandlung. Die Patienten haben einen straffen Stundenplan von frühmorgens bis in die Abendstunden. Mit integriert ist auch der Kontakt mit Selbsthilfegruppen und Drogenberatungsstellen. „Hier sind wir in der Region sehr gut aufgestellt. Wir sind bestens mit den Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen vernetzt“, betonte Höfter.
Die Statistiken des Klinikums bezeichnete Daniela Ludwig als beeindruckend. Rund 46 Prozent der Suchtkranken verlassen das Klinikum regulär und brechen die Behandlung nicht ab. „Diese Zahlen sprechen für sich und sind ein Beleg für die ausgezeichnete Arbeit und das medizinisch-therapeutische Konzept der Klinik“, so Ludwig. „Es ist sehr wichtig, dass wir in der Region eine so herausragende Anlaufstelle für Suchtkranke haben.“ Denn dass Sucht eine Krankheit ist, sei bei den meisten in der Gesellschaft noch nicht angekommen. „Viele verstehen nicht, dass Süchtige krank sind. Hier helfen Vorträge oder Belehrungen nicht weiter. Wir müssen Suchtkranke adäquat behandeln und ihnen die Chance auf eine Rückkehr in ein suchtfreies Leben geben. Im kbo-Inn-Salzach-Klinikum finden sie dafür die besten Voraussetzungen.“

Breitbandausbau im Wahlkreis geht weiter

Millionenförderung für Riedering

Rosenheim – Gute Nachrichten kommen für Riedering aus Berlin. Die oberbayerische Gemeinde wird 1,325 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für den Breitbandausbau erhalten, um Versorgungslücken zu schließen.  „Nicht nur, aber insbesondere, in Zeiten von Covid_19 hat sich allerorts gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für den Fortbestand u.a. in Bildung, Wirtschaft, Medizin und im Sozialbereich ist. Damit einhergehend hat auch der Kampf gegen die Lücken auf der Breitbandlandkarte weiterhin höchste Priorität. Ich freue mich sehr darüber, dass Minister Scheuer mit dieser hohen Förderung insbesondere auch ein Zeichen für den ländlichen Raum setzt“, zeigte sich Daniela Ludwig erfreut.

 

Jetzt gelte es, vor Ort die entsprechende Umsetzung schnellstmöglich voranzutreiben, damit das langsame Netz in Riedering schnellstmöglich der Vergangenheit angehöre. Eine gute und stabile Breitbandanbindung in momentan noch lückenhaften Gebieten sei zudem ein wichtiger Standortfaktor.

„Wer derzeit keinen oder nur einen langsamen Anschluss hat, droht langfristig den Anschluss ganz zu verlieren. Deshalb ist die zugesagte Förderung in Höhe von 1,325 Millionen Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde Riedering ein starkes Signal in besonders schwierigen Zeiten. Ohne flächendeckendes schnelles Internet sind Unternehmen weniger konkurrenzfähig. Genau deshalb sind die Fördermittel aus dem Breitbandtopf des Bundesministeriums ein wichtiger Impulsgeber für die Region vor Ort“, so Ludwig weiter.

Die Abgeordnete durfte dem Riederinger Bürgermeister die frohe Botschaft bereits vorab überbringen und sieht darin einen klaren Vorteil für die Umsetzung des Bauvorhabens: „Jetzt gilt es. Je schneller vor Ort die Ausbau-Voraussetzungen geschaffen werden, desto schneller können auch die Bagger rollen und die Leitungen an Haushalte und Unternehmen angeschlossen werden. Das ist ein guter Tag für die Region“, sagte die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig abschließend.

Corona – große Herausforderung für die Schulen

MdB Daniela Ludwig im Karolinen-Gymnasium Rosenheim

Rosenheim – So genanntes „Home Schooling“, Kinder-Notbetreuung, Präsenz-Unterricht mit Abstandsregeln und Masken – die Covid-19-Pandemie war und ist für die Schulen in Stadt und Landkreis eine große Herausforderung. Dennoch: „Wir wären für eine zweite Infektionswelle gerüstet“, sagte die Schulleiterin des Karolinen-Gymnasiums Sigrid Rechenauer der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig bei einem Gesprächstermin im Schulgebäude. Die heimische Wahlkreisabgeordnete informierte sich vor Ort über die aktuelle Situation. „Als Mutter von schulpflichtigen Zwillingen habe ich es selbst miterlebt, dass der Schulunterricht in Zeiten der Pandemie eine Aufgabe ist, die für die Familien, aber auch für die Lehrer nicht leicht zu bewältigen ist. Das fängt beim Thema Digitalisierung an. Hier hinkten die Schulen in Deutschland hinterher, und es gibt immer noch Handlungsbedarf für die Politik.“

Nach wie vor läuft der Unterricht im Karolinen-Gymnasium wie in anderen Schulen auch alternierend. Die Klassen sind in zwei Gruppen eingeteilt, die abwechselnd eine Woche lang in der Schule und dann online zuhause unterrichtet werden. Ausgenommen sind die 11. Klassen. Sie können vollständig bei genügendem Abstand die Schule besuchen. „Die größte Herausforderung war der digitale Unterricht“, so Sigrid Rechenauer. Nicht alle Schülerinnen und Schüler hatten Geräte dafür. „Wir haben aus unserem Bestand Geräte verliehen. Doch nach wie vor ist es so, dass einige Schüler nur über das Smartphone dem Video-Unterricht folgen können.“
Helfen sollen hier das Förderprogramm des Bundes und der „DigitalPakt Schule“ von Bund und Freistaat Bayern. 150 Euro Zuschuss gibt es im jüngsten Konjunkturpaket des Bundes für private Anschaffungen von Laptops oder Computern. „Das ist ein wichtiger Teil des Konjunkturpaketes und war mir auch ein großes Anliegen“, so Daniela Ludwig. „Bei allen wirtschaftlichen Nöten, die es gab und immer noch gibt – über Familien und Schulen wurde meiner Ansicht nach zu spät geredet.“ Sigrid Rechenauer hofft, dass dieses Förderprogramm zügig läuft. Die Schule wartet auch händeringend auf die Zuschüsse vom DigitalPakt Schule. „Wir haben noch keinen Cent gesehen. Aber wir brauchen das Geld dringend. Wir mussten auch erst die Voraussetzungen für Online-Unterricht schaffen.“ Das Karolinen-Gymnasium kaufte inzwischen das „Schulportal“, ein Online-Programm für den digitalen Unterricht. Außerdem nutzen Lehrer und Schüler das digitale Bildungs- und Unterrichtsportal Mebis des Bayerischen Kultusministeriums. „Für unsere Lehrerinnen und Lehrer bedeutet der zweigeteilte Unterricht doppelte Arbeit“, erläuterte Rechenauer. „Sie vermitteln den Lernstoff jeweils zweimal – einmal in der Schule, einmal digital über den PC.“
Insgesamt sei man gut durch diese schwierige Zeit gekommen, betonte die Direktorin. „Wir haben selbst auch viel gelernt, und wenn eine zweite Welle kommt, wissen wir, was zu tun ist. Aber wir hoffen inständig, dass sich der Unterricht wieder normalisiert und nach den Ferien der übliche Schulalltag einkehrt.“

Ein bundesweit führender Ort der Hoffnung für Suchtkranke

MdB Daniela Ludwig in der Fachklinik Alpenland in Bad Aibling

Bad Aibling, Lkrs. Rosenheim – Sie hätte eine große Eröffnungsfeier verdient – doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Die neue Fachklinik Alpenland des Deutschen Ordens in Bad Aibling nahm ihren Betrieb ohne Festlichkeiten auf. Dabei gehört sie zu den bundesweit führenden Fachkliniken für Suchtkranke, die illegale Drogen konsumieren. Die Region hat diese Einrichtung nötig. „Die Drogenszene auch im Raum Rosenheim ist heftig“, sagte Chefarzt Dr. Max Braun der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig bei einem Gespräch in den neuen Räumlichkeiten.

„Wir haben viele so genannte Polytox-Erkrankte, also Männer und Frauen, die alle möglichen Drogen völlig durcheinander einnehmen. Der reine Heroin-Abhängige ist inzwischen selten. Es sind schlimme Fälle, gerade auch bei jungen Menschen, die mich sehr beschäftigen.“ Das sei auch bundesweit der Trend, bekräftigte Daniela Ludwig. „Partydrogen sind massiv im Kommen. Man kann sie im Internet bestellen – ohne Dealer. Das ist brandgefährlich, weil die Konsumenten gar nicht wissen, was sie sich einwerfen. Dieser Trend ist besorgniserregend.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Schlier und Kurdirektor Thomas Jahn machte sich die heimische Wahlkreisabgeordnete vor Ort ein Bild von der Fachklinik. Diese gehört zu den wenigen Kliniken in Deutschland, die vorwiegend Konsumenten illegaler Drogen die Chance einer Therapie geben.

Sechs Monate bleiben die Rehabilitanden hier. 86 Männer und Frauen werden auf fünf Stationen überwiegend in Einzelzimmern betreut. Die Therapien sind vielfältig. Neben der Sucht- und Psychotherapie können die Suchtkranken in der modernen Schreinerei oder Schlosserei arbeiten, sie können im Garten oder im Verkauf / Büro mithelfen, und das Highlight ist die tiergestützte Therapie mit den Alpakas. „Wichtig ist es, den Menschen wieder eine Tagesstruktur zu geben“, so Dr. Braun. „Das betrifft besonders die jungen Männer auf unserer Station 1, die teilweise auch Probleme mit der Justiz hatten. Für sie gilt oft, entweder hier durchhalten, oder zurück in die Justizvollzugsanstalt zu müssen.“ Für die Suchtkranken steht ein hoch qualifiziertes Fachpersonal bereit – vom Arzt über Psychologen, Suchttherapeuten, Sporttherapeuten bis hin zu Ergotherapeuten, Pflege und Diätassistenten. Während auf Station 3 eher Alkoholkranke und auf Station 4 die Frauen untergebracht sind, wohnen auf Station 2 junge Männer, die neben ihrer Drogenabhängigkeit auch an psychischen Erkrankungen wie Psychosen leiden – oft durch Cannabiskonsum ausgelöst. „Ich erlebe hier Menschen, die durch Cannabis irreparable Gehirnschäden haben“, so Dr. Braun. „Im Alter von 12 bis 22 Jahren reift das Gehirn des Menschen. Cannabiskonsum kann Synapsen im Gehirn schwer beschädigen.“ Als Drogenbeauftragte der Bundesregierung wird Daniela Ludwig nahezu täglich mit dem Thema Cannabis konfrontiert. „Was mir Sorgen bereitet. Die Erstkonsumenten werden immer jünger. Jeder zehnte Cannabiskonsument macht die ersten Erfahrungen mit dieser Droge im Alter von 12 bis 13 Jahren. Die Jugendlichen wissen nicht, was sie sich antun.“ Aus diesem Grund hat Ludwig durchgesetzt, dass die Bundesregierung im August eine groß angelegte Aufklärungskampagne zu Cannabis startet. Sechs Monate haben Ärzte und Therapeuten in der Fachklinik Zeit für ihre Therapien. „Das ist eigentlich zu kurz“, betonte Dr. Braun. „Wir bräuchten zwei Jahre. Da waren wir auch schon mal. Doch durch zahlreiche Gesundheitsreformen wurde die Therapiezeit auf sechs Monate gekürzt.“ Mit Bewerbungstrainings oder Praktika versucht die Klinik, die Rehabilitanden auf ihre Rückkehr ins Leben vorzubereiten. Und die Erfolgsquote? „Die liegt bei 50 Prozent. Die Hälfte hält durch bis zum Schluss“, so der Klinikchef. „Wir wissen aber von der Rentenversicherung, dass von ihnen wiederum die Hälfte nach zwei Jahren immer noch einen sozialversicherungspflichtigen Job hat. Da sehen wir, dass unsere Arbeit Sinn macht. Und das freut mich.“
Daniela Ludwig hält Einrichtungen wie die Fachklinik Alpenland für unersetzlich. „Früher starben Drogenabhängige früh. Heute leben sie dank medizinischer Hilfe viel länger. Die Suchtkranken hier haben noch ein langes Leben vor sich. Wir müssen alles dafür tun, um ihnen die Chance auf ein glückliches und drogenfreies Leben zu geben.“

Corona: Für Alten- und Pflegeheime gibt es noch keine Entwarnung

MdB Daniela Ludwig im Seniorenzentrum Novalis in Bad Aibling

Bad Aibling – Die Zahl der Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim ist niedrig, die Lage scheint entspannt. Doch für Alten- und Pflegeheime kann noch längst keine Entwarnung gegeben werden. Das ist das Fazit der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig nach einem Besuch im Seniorenzentrum Novalis in Bad Aibling. Gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Schlier machte sich die heimische Wahlkreisabgeordnete ein Bild von der Situation vor Ort.

„Obwohl wir Covid-frei sind, ist die Personallage dramatisch“, erklärte der Leiter des Seniorenzentrums Ludwig Merse. Ein Grund dafür sind die strengen Quarantänevorschriften – auch für das Personal. „Wir haben 12 Schüler. Sie haben Blockunterricht und müssen zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Unterricht in Quarantäne. Das heißt: Sie fehlen uns bis zu 10 Wochen. Das schmerzt sehr. Denn wir brauchen zurzeit jede Hand.“
Während es bei den Schutzmasken ausreichend Material gibt, ist die Lage bei Schutzkitteln noch problematisch. „Wir haben zu Beginn der Pandemie alles bestellt, was ging, doch hin und wieder haben wir immer noch Engpässe.“ Für Daniela Ludwig ist das eine der wichtigsten Lehren, die Deutschland aus der Pandemie ziehen muss. „Wir müssen bundesweit genügend Material auf Vorrat haben. Wir müssen in Zukunft auch darauf achten, dass wir bei der Produktion von Schutzmaterial und Medikamenten nicht mehr in diesem Umfang vom Ausland abhängig sind.“
Das Seniorenzentrum Novalis umfasst 87 Appartements für betreutes Wohnen und 135 vollstationäre Pflegeplätze, darunter 28 für Demenzkranke im beschützten Bereich. „Das Besuchsverbot ist nach wie vor eine Herausforderung für uns“, so Merse weiter. „Es ist die ständige Balance zwischen dem dringend gebotenen Schutz vor Ansteckung älterer Menschen und ihrem Recht auf persönlicher Freiheit.“ Derzeit gilt wie in allen Alten- und Pflegeheimen ein eingeschränktes Besuchsrecht. Einmal wöchentlich eine halbe Stunde kann eine Kontaktperson kommen. Im Festsaal, der eigentlich kulturellen Veranstaltungen vorbehalten ist, sitzen jetzt der Bewohner und sein Gast mit einer Glasscheibe getrennt gegenüber. Einige Angehörige würden ihre Liebsten gerne einmal mit nach Hause nehmen, doch das geht derzeit nicht.
Das Wichtigste in Zeiten einer Pandemie seien schnelle und zuverlässige Informationen, betonte Merse. „Wir haben Gottseidank in Bad Aibling einen engen Kontakt zur Stadt und zur Kurdirektion. Außerdem haben wir regelmäßige Telefonkonferenzen, an denen bis zu 15 Leiter der Seniorenheime teilnehmen. Das hilft viel. Für die Zukunft würde ich mir aber eine zentrale Plattform wünschen, die Zugriff auf alle Informationen bietet – von Ansprechpartnern bis hin zu den gültigen Allgemeinverfügungen. So haben wir bei Änderungen der Vorschriften Hunderte von E-Mails von diversen Behörden und Verbänden bekommen. Das war sehr unübersichtlich.“ Daniela Ludwig hält diesen Vorschlag für überlegenswert. „Ich erlebe selbst, dass es bei Einrichtungen und Unternehmen hin und wieder Verwirrung darüber gibt, was jetzt gilt und was nicht. Eine zentrale Plattform würde bestimmt weiter helfen.“ Daniela Ludwig und Bürgermeister Stephan Schlier bedankten sich bei Ludwig Merse und seinem Team für den Einsatz, um die Corona-Pandemie zu bewältigen. „Die Pflege älterer und kranker Menschen ist an sich schon eine herausragende Leistung“, so Ludwig. „Dafür zu sorgen, dass es in einem großen Seniorenzentrum bislang keinen einzigen Fall von Covid-19 gab, ist ein Beleg dafür, wie umsichtig und engagiert das Personal mit dieser Herausforderung umgeht.“ Bürgermeister Stephan Schlier ist froh um die gute Zusammenarbeit der Senioreneinrichtungen mit der Stadt Bad Aibling. „Ich werde auch in Zukunft den direkten Draht zu den Alten- und Pflegeheimen halten. Gerade in Zeiten einer Pandemie ist ein schneller Informationsaustausch wichtig.“

Corona: Die großen Auswirkungen kommen erst im Winter

MdB Daniela Ludwig bei der Chiemsee-Schifffahrt in Prien

Prien am Chiemsee – Geschäfte, Restaurants und Hotels sind nach dem Lockdown wieder offen, und auch auf dem Chiemsee fahren die Dampfer wieder regelmäßig. Doch auch wenn Gäste kommen und der Rubel rollt – die Auswirkungen der Corona-Krise werden viele Unternehmen erst im Winter richtig einholen. Davon ist unter anderem die Chiemsee-Schifffahrt betroffen, erfuhr die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einem Besuch des Unternehmens in Prien.

„Normalerweise erarbeiten wir ins im Sommer das finanzielle Polster für den Winter“, so der Chef der Chiemsee-Schifffahrt Michael Feßler. „Dieses Mal sind wegen Corona schon vor dem Sommer die Reserven aufgebraucht. Jetzt haben wir zwar unseren regulären Fahrplan, doch es fehlen noch Gäste aus dem Ausland, die Tagungsgäste und die Busgruppen. Da können wir keine großen Reserven aufbauen. Die Krise ist bei uns noch längst nicht ausgestanden.“ Für viele Unternehmen dürfte der Winter hart werden, befürchtet auch Daniela Ludwig. „Auch der Einzelhandel schiebt einen Bug vor sich her. Da ist Ware in den Geschäften, die längst verkauft sein sollte. Und die Unternehmer haben kaum Geld, um in die Winterware zu investieren. Und für die Schifffahrt auf dem Chiemsee wird es noch eine Zeit dauern, bis die Schiffe wieder voll sind. Als Privatunternehmen hat sie es hier schwerer als die Schifffahrt auf anderen Seen, die in staatlicher Hand ist.“ Bewährt hat sich nach Ansicht der heimischen Wahlkreisabgeordneten und von Michael Feßler das Instrument der Kurzarbeit. „Sie hat uns vor einer großen Entlassungswelle bewahrt“, so Feßler.
Michael Feßler hat nur noch wenige Mitarbeiter in Kurzarbeit. „Wir mussten auch keine Finanzhilfen beantragen, obwohl uns das Ganze einen erheblichen finanziellen Verlust eingebracht hat. Jetzt fehlt uns noch ein Großteil des Umsatzes. Wir müssen bis auf weiteres auf alle Veranstaltungen und Sonderfahrten verzichten, und auch die Busgruppen fehlen. “ Solange das anhält, ist die Schifffahrt stärker vom Wetter abhängig als bisher. „Busse kommen bei jedem Wetter, die Tagesgäste nur, wenn es einigermaßen schön ist. Auch die Hochzeitsgruppen gehen uns ab.“ Trotzdem ist Feßler mit dem Start nach dem Lockdown einigermaßen zufrieden. „Die Leute sind sehr diszipliniert. Sie müssen auf dem Schiff den Mund-Nase-Schutz tragen, darauf achten auch unsere Mitarbeiter.“ Die Schiffe dürfen nur zu 60 Prozent gefüllt sein, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Die Innenräume auf den Dampfern werden stärker gelüftet.
Auch wenn das Unternehmen finanziell getroffen wurde – Michael Feßler und seine Schwester und Mitglied der Geschäftsleitung Birgit sind dankbar für die staatliche Unterstützung in der Krise. „Die Politik hat sich sehr gut um alles gekümmert. Die Kurzarbeit hilft uns sehr“, so Michael Feßler. „Ohne dieses Instrument hätten wir uns die Bewältigung dieser Krise nicht vorstellen können. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Die Politik müsse aber auch Lehren aus Corona ziehen, wünscht sich Birgit Feßler. „Wir brauchen in Deutschland Schutzausrüstung auf Reserve, und die Schulen sollten die Digitalisierung vorantreiben. Toll fand ich, dass viele Firmen ihre Produktion umstellten und Masken produzierten. Insgesamt müssen wir sagen: Wir hätten in dieser Zeit nirgendwo anders leben wollen. Wir sind froh, dass wir in Deutschland sind.“