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Daniela Ludwig: Bund muss mehr Geld in die Altenpflege investieren

Daniela Ludwig: Bund muss mehr Geld in die Altenpflege investieren

Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat mehr Geld vom Bund für die Altenpflege gefordert. „Der Bund hat Milliarden von Euro für die Kinderbetreuung in die Hand genommen. Das war gut und richtig so. Das Gleiche muss jetzt für die Menschen am Ende ihres Lebens passieren“, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. „Für eine Industrienation, der es nicht schlecht geht, leisten wir nicht genug für die älteren Menschen.“ Bundesweit gibt es rund 3,3 Millionen pflegebedürftige Menschen. Die Zahl der Pflegefachkräfte stieg von 1999 bis 2015 bundesweit um 77 Prozent. Der Bedarf an Pflegeplätzen nimmt rasant zu, die Branche leidet unter einem gravierenden Fachkräftemangel und einer mangelnden gesellschaftlichen Wertschätzung der Pflegearbeit. „Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, das haben mir in den vergangenen Monaten Pflegekräfte und Leiter von Pflegeheimen in zahlreichen Gesprächen bestätigt. Wir müssen handeln, und zwar sofort.“

 

Das Seniorenheim St. Anna in Thansau ist ein Vorzeigeprojekt und ein Musterbeispiel für eine altersgerechte Betreuung von Älteren. Doch auch hier ist die Akquise von Pflegekräften ein Thema. Das erfuhr Daniela Ludwig bei einem Besuch im Seniorenheim. „Wir haben Anzeigen geschaltet, ohne nennbaren Erfolg. Unser Weg, der sich bewährt hat, ist vor allem die engagierte Werbung durch unsere Mitarbeiter. Und das sind wir auch bereit zu honorieren“, erklärte Heimleiterin Karin Stöhr. „Dass wir bei der Bundesagentur gelistet sind, läuft ins Leere. Es ist sicher hilfreich, wenn der Bundesgesundheitsminister ein Sofortprogramm auflegt, im nächsten Schritt muss er nun dafür sorgen, dass es die Arbeitskräfte auf dem Markt gibt!“ Die Versorgung in unseren Häusern ist sehr gut gewährleistet, nicht zuletzt dadurch, dass wir nach Tarif zahlen und viele Sondervergünstigungen bereithalten, betonte Stöhr. 70 Beschäftigte in Voll- und Teilzeit kümmern sich um 84 Heimbewohner. Das Haus St. Anna hat eine beschützte Abteilung für Demenzkranke, gemeinsame Wohn- und Esszimmer schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Es gibt sogar einen Friseursalon und einen Fitnessraum. Die Gemeinde Rohrdorf hatte für das Gebäude viel Geld in die Hand genommen und ist froh darüber, erklärte Bürgermeister Christian Praxl. „Wir haben das 6000 Quadratmeter große Grundstück gekauft und stellen es dem Träger für eine symbolische Erbpacht von 1 Euro pro Jahr zur Verfügung.“ Das Seniorenheim gehört zum Verein Katharinenheim Endorf e.V.

Ähnlich wie im Haus Katharina in Endorf gibt es für das Seniorenheim St. Anna auch eine Warteliste. Im Landkreis Rosenheim bieten 53 stationäre Alten- und Pflegeheime fast 3.700 Pflegeplätze. Seit 1999 stieg die Zahl der Pflegeplätze in den Heimen um 35 Prozent, die Zahl der Pflegebedürftigen um 42 Prozent. Die Pflegeintensität nimmt ebenfalls zu. Die Zahl der Pflegekräfte stieg im gleichen Zeitraum um 53 Prozent an. „Auch im Landkreis Rosenheim wird sich diese Tendenz fortsetzen“, so Daniela Ludwig. „Das ist eine gewaltige Herausforderung – an die Politik und an die Gesellschaft.“ Besonders deutlich wird der rasante Anstieg bei der ambulanten Pflege. Im Landkreis Rosenheim versorgen 45 Pflegedienste mehr als 1.600 Pflegebedürftige. Über 2.700 Pflegebedürftige werden von Angehörigen versorgt. Von 1999 bis 2017 nahm die Zahl der Beschäftigten in den ambulanten Pflegediensten im Landkreis um satte 117 Prozent zu.

Die Gretchenfrage bundesweit und auch im Altenpflegeheim St. Anna in Thansau lautet: Wie bekommt man mehr Pflegekräfte? „Das hat viel mit der Bezahlung zu tun, und ist auch eine Imagesache“, meinte Heimleiterin Karin Stöhr. „Als Einzelhandelskaufmann an der Kasse habe ich ein höheres Ansehen als in der Altenpflege.“ Ein gemeinsamer Tarifvertrag für alle Pflegekräfte, unabhängig vom Träger der Pflegeheime, würde hier weiterhelfen, meint Stöhr. Dieser Ansicht ist auch Daniela Ludwig. „Ein gemeinsamer Tariflohn wäre gerecht, und er wäre auch eine Anerkennung von staatlicher Seite. Denn für einen Tariflohn brauche ich Kriterien. Altenpfleger ist ein Beruf mit hohen medizinischen Anforderungen und längst nicht mehr nur ein sozialer Beruf. Deshalb braucht er auch die Anerkennung, die er verdient.“

Foto: Beim Gedankenaustausch im Altenpflegeheim St. Anna in Thansau. Von links: Bürgermeister Christian Praxl, MdB Daniela Ludwig, Heimleiterin Karin Stöhr und die Gemeindereferentin für Seniorenarbeit Rosina Reck.



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