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Weiter gewaltiges Arbeitspensum für die Rosenheimer Polizei

Foto: Von links: die beiden FU-Kreisvorsitzenden Rosenheim-Land und –Stadt Sabine Balletshofer und Uschi Meishammer, Polizeipräsident Robert Kopp, MdB Daniela Ludwig. Foto: Von links: die beiden FU-Kreisvorsitzenden Rosenheim-Land und –Stadt Sabine Balletshofer und Uschi Meishammer, Polizeipräsident Robert Kopp, MdB Daniela Ludwig. Foto: Raab

Frauen-Union im Gespräch mit Polizeipräsident Robert Kopp

Rosenheim – Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd stellt sich auf ein weiteres, anstrengendes Jahr mit Überstunden und einem Berg von Arbeit ein. „Wir haben eine neue Stufe der Komplexität erreicht und schieben eine Riesen-Palette an Arbeit vor uns her“, sagte der Präsident des Polizeipräsidiums Robert Kopp im Gespräch mit rund 20 Vertreterinnen der Frauen-Union aus Stadt und Landkreis Rosenheim. „Allmählich ist es für uns wichtig, die Mitarbeiter bei der Stange zu halten. Sie haben sehr viele Überstunden, und ich kann nicht sagen, dass es in diesem Jahr besser wird.“ 1,23 Millionen Einwohner im Zuständigkeitsbereich, eine 500 Kilometer lange Grenze zu Österreich, und derzeit monatlich ca. 100.000 Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen – das bringt eine hohe Verantwortung für die Polizei mit sich. Bei allen Schwierigkeiten, manchen Konflikten in Flüchtlingsunterkünften, zahlreichen Gerüchten und den Vorkommnissen von Köln: „Die Polizei hat das Vertrauen der Bevölkerung“, so Kopp. Das bestätigte auch die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig. „Die Menschen hier wissen, was sie an der Polizei haben. Ich würde mir wünschen, dass die Polizei  angesichts der massiven Arbeitsbelastung mehr Personal an der Grenze bekommt. Denn wir werden das Flüchtlingsproblem kurzfristig nicht lösen, und wir müssen die Grenze kontrollieren.“
Vorkommnisse wie in Köln, wo es zu massiven Übergriffen auf Frauen gekommen war, seien ein „no-go“, so Kopp.. „Menschen aus gewissen Kulturkreisen haben andere Vorstellungen zur Rolle der Frau, um es vornehm auszudrücken. Aber sie müssen sich hier an unsere Regeln halten.“ Die Polizei in der Region Rosenheim habe durchaus den Mut, präventiv Flagge zu zeigen. „Wenn wir hören würden, dass eine Frau in einem Supermarkt bedrängt wird, fahren wir hin und erklären die Benimmregeln.“
Viel Arbeit machen der Polizei nicht nur die Konflikte in Flüchtlingsunterkünften. „Straftaten der Migranten finden vor allem in den Einrichtungen statt. Wenn es eine Schlägerei mit … (keine Zahl) Flüchtlingen gibt, müssen wir mitten in der Nacht mit mehreren Streifenwagen hinfahren – das fordert uns schon.“ Doch auch die Bevölkerung selbst macht es der Polizei nicht leicht. „Wir kämpfen seit Monaten mit Gerüchten, an denen nichts dran ist“, so Kopp. „Mal soll es eine Massenvergewaltigung gegeben haben, dann heißt es sogar, die Polizei rückt bei Diebstahlsmeldungen nicht mehr aus, weil das Landratsamt den Schaden zahlt. Ich stelle noch einmal klar: die Polizei berichtet über das, was stattfindet. Wir berichten nichts, was nicht stattfindet. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“  Die Polizei müsse jedem Gerücht nachgehen. „Das verursacht eine Menge Arbeit, die überflüssig ist. Wir kämpfen oft gegen ein Phantom an.“

Es helfe auch nichts weiter, wenn man Beobachtungen nur an Bekannte weitergebe, betonte Kopp. „Wir raten jedem: wenn Sie etwas beobachten, was Ihnen komisch vorkommt, wählen Sie die 110. Wir kümmern uns darum.“  Die Mitglieder der Frauen-Union verurteilten die Vorgänge in Köln, aber auch die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte wie in Soyen. Die Kreisvorsitzende der Frauen-Union Rosenheim-Land, Sabine Balletshofer, bedankte sich bei Polizeipräsident Robert Kopp für die ausführliche Diskussion und  den Einblick in die Polizeiarbeit. „Wir sind froh, dass wir hier in Stadt und Landkreis Rosenheim eine gut ausgebildete und engagierte Polizei haben, die in der Bevölkerung hohen Respekt genießt. Angesichts der Flüchtlingsproblematik, die neben der Alltagsarbeit die Polizei vor große Herausforderungen stellt, kann man der Polizei nicht oft genug danken und ihre Arbeit würdigen.“

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